Barsoi

Barsoi

Eine elegante, anmutige Rasse. Ursprünglich für die Jagd in meist offenem Gelände gezüchtet. Dadurch setzt der Barsoi (vom russischen borsy = schnell) vor allem auf Geschwindigkeit, um seine Beute hetzen zu können.

Ursprungsland: Russland
Farben: alle Farbkombination – jedoch keine Blau- und Schokoladentöne
Charakter: selbstständig und empfindlich
Ideale Halter: aktive Singles, Familien, erfahrene Hundehalter
Energie Level: hoch
Lebenserwartung: 10 bis 12 Jahre

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Körperliche Merkmale
Der Barsoi ist von seinem Auftreten her ein eleganter und anmutiger Hund, der für die Jagd auf Wölfe gezüchtet wurde. Aufgrund dessen kann er sehr schnell laufen und besitzt einen starken Kiefer. Das seidige und lange Fell des Barsoi ist entweder lockig-gewellt oder glatt. Es schützt ihn ideal vor Schnee und Kälte.

Persönlichkeit (Charakter) und Temperament
Der Barsoi ist in der Regel gut mit Kindern. Seine Verspieltheit entspricht aber nicht unbedingt ihren Erwartungen. Er ist schüchtern im Umgang mit Fremden, einige Barsois sind sogar ziemlich ängstlich. Im Haus ist der Barsoi eher ruhig, draussen jedoch jagt er sehr gerne kleineren Tieren nach.

Pflege
Der Barsoi kann im Freien gehalten werden, solange man ihm einen warmen Unterschlupf bietet. Dennoch sollte man ihn am Besten in einem Haus unterbringen, wo er Zugang zum Garten hat. Rüden haben ein volleres Fell als Hündinnen und sollten zwei- bis dreimal die Woche gekämmt werden. Er benötigt täglich langanhaltenden Auslauf. Dabei sollte man seine Ursprünge als Jagdhund im Hinterkopf behalten – sein Jagdtrieb ist noch vorhanden.

Gesundheit
Der Barsoi ist anfällig für gesundheitliche Probleme wie Magendrehung, Kardiomyopathie und Hypothyreose. Seine durchschnittliche Lebensdauer liegt bei 10 bis 12 Jahren.

Geschichte und Hintergrund
Mehrere Jahrhunderte lang züchtete die russische Aristokratie den Barsoi oder auch “Russischen Wolfshund”. Im 13. Jahrhundert, als die Hasenjagd sehr beliebt war, wurden diese Hunde dafür eingesetzt. Nach zwei oder drei Jahrhunderten (genaue Aufzeichnungen gibt es darüber nicht) wurden sie, unter anderem, mit großen russischen Schäferhunden gekreuzt. Dies sollte die Größe der damaligen Hunde erhöhen und das Fell stärken, was erforderlich war, da man sie zur Wolfsjagd in den kalten russischen Klimazonen einsetzen wollte.
Die ersten Abbildungen von Barsois finden sich in einem Buch über Jagdregeln aus den 1600er Jahren. Damals hatte die Jagd einen so hohen Stellenwert, dass sich mehrere Diener speziell um die Hunde kümmerten und sie für die Jagd fit hielten. Wenn es dann soweit war, wurde die russische Aristokratie samt Pferden und den Hunden in das betreffende Jagdgebiet gefahren. Sobald dann ein Wolf gesichtet wurde, wurden einige Barsois losgelassen um ihn zu verfolgen und einzukreisen bis die Jäger eintrafen. Man sagt, dass im Durchschnitt mehr als 100 Barsois an einer Jagd teilnahmen.
Gegen Ende der 1800er gab es nicht weniger als sieben verschiedene Subtypen der Rasse Barsoi in Russland. Der Großfürst Nicolai Nicolaevich behielt den aktuellen Barsoistandard (so wie man ihn auch heute noch kennt) bei. Nach der russischen Revolution endete der Wohlstand des Adels, zahlreiche Barsois konnten nicht mehr unterhalten werden und starben.


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