Australian Cattle Dog

Wie der Name schon vermuten lässt, wurde diese Rasse traditionell für die Viehzucht genutzt. Dabei wird besonders sein weicher aber durchsetzungsfähiger Biss, seine außergewöhnlichen Fähigkeiten zur Problemlösung und sein beeindruckendes Maß an Intelligenz geschätzt. Er ist der ideale Begleiter für Personen die viel unterwegs sind. Seiner Familie gegenüber ist er gehorsam und treu.

Ursprungsland: Australien
Farben: blau, blau getüpfelt oder blau-gesprenkelt und rot-gesprenkelt
Charakter: intelligent und treu
Ideale Halter: aktive Singles und Familien
Energie Level: hoch
Lebenserwartung: 10 bis 13 Jahre

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Körperliche Merkmale
Australian Cattle Dogs sind von den körperlichen Merkmalen wie ein Spiegelbild des australischen Dingos, wenn auch mit einem etwas breiteren Körperbau. Das mittelstarke Deckhaar ist gerade, dicht am Körper und mäßig kurz, während die Unterwolle kurz und dicht ist. Das Deckhaar ist härter im Griff, wodurch es resistent gegen Regen ist und es dem Hund ermöglicht auch unter den rauen australischen Bedingungen zu überleben. Die zwei Standardfarben sind rot und blau, manchmal mit einer Maske um die Augen. Der Körper ist muskulös und kompakt, von mittlerer Größe. Er ist ein bisschen länger als hoch, mit einem niedrigen Schwanzansatz und einem breiten Kopf.
Ein Australian Cattle Dog ermüdet nicht so schnell. Dadurch ist er in der Lage stundenlang zu arbeiten oder Sport zu treiben, wobei er am besten ist wenn die Aufgaben ihn körperlich und geistig herausfordern. Er ist ein schneller Läufer und kann blitzschnell die Richtung wechseln. Die Bewegung dabei ist sportlich, agil und anmutig.

Persönlichkeit (Charakter) und Temperament
Australian Cattle Dogs sind von Natur aus sehr hartnäckig, was ihnen ermöglicht auch die schwersten Aufgaben zu bewerkstelligen. Sie sind sehr unabhängig und man kann ihnen eine ganze Herde zur Beaufsichtigung überlassen. Australian Cattle Dogs haben einen scharfen Verstand und sollten dadurch regelmäßig geistige und körperliche Aufgaben gestellt bekommen, um sie optimal zu fördern und zu fordern.
Sie sind sehr freundlich im Umgang mit Kindern, haben jedoch einen Hang dazu die Kinder zu “hüten” – das heißt, die Bewegungen der Kinder zu kontrollieren. Bei Fremden ist der Australian Cattle Dog eher scheu und zurückhaltend. Er eignet sich hervorragend für Personen die gerne und oft im Freien unterwegs sind – also Camping, Wandern, Joggen oder andere Aktivitäten im Freien mögen.

Pflege
Australian Cattle Dogs können sowohl in kühlen als auch in gemäßigten Klimazonen leben. Sie wurden speziell für die raue Umgebung des australischen Outbacks gezüchtet. Dadurch können sie in einem sicheren Unterschlupf im Freien, als auch im Haus bei ihrer Familie, leben. Ausreichende körperliche Aufgaben wie zum Beispiel Joggen, Walking oder Agility und Dog Frisbee tragen dazu bei, dass der Australian Cattle Dog seinem Bewegungsdrang gerecht wird.
Australian Cattle Dogs eignen sich nicht zur Wohnungshaltung, da sie dort in ihrem Bewegungsdrang eingeschränkt werden. Man kann nicht genug betonen, wie wichtig der Bewegungsdrang für diese Hunde ist. Ein gelangweilter und unterforderter Australian Cattle Dog kann schnell frustriert und unglücklich werden. Das Haar des Australian Cattle Dogs ist glatt, mit dichter Unterwolle. Das harte, dichte Deckhaar liegt flach an, weswegen das Haarkleid wasserunddurchlässig ist.

Gesundheit
Der Australian Cattle Dog hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von 10 bis 13 Jahren. Einige der größten gesundheitlichen Probleme sind Progressive Retinaatrophie (PRA), Hüftgelenksdysplasie (HD), Ellenbogendysplasie, Taubheit und Osteochondrosis dissecans (OCD).

Geschichte und Hintergrund
Die Ursprünge des Australian Cattle Dog können bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Englische Viehhüter, die von England nach Australien auswanderten, mussten feststellen, dass die Hunde die sie zum Hüten ihrer Herden mitgebracht hatten, nicht mit dem härteren Umfeld des Outbacks zurecht kamen.
Die Smithfield Hunde, wie sie genannt wurden, hatten ein dickes Fell, welches ihnen in London überaus dienlich war, jedoch war es für das australische Outback zu schwer. Den Viehhütern missfiel unter anderem auch, dass diese Hunde zu viel bellten und das Vieh etwas zu stark bissen, wodurch dieses nervös wurde und an Gewicht verlor. Es bestand die Notwendigkeit einer Hunderasse, die mit dem rauen Umfeld in den Outbacks zurecht kam, gleichzeitig nicht zu viel bellte und das Vieh nicht zu heftig anging. Langjährige Züchtungen begannen durch einen Mann namens Timmins, der den ursprünglichen australischen Dingo mit den Smithfield Hunden kreuzte. Diese Kreuzungen waren nicht von großem Erfolg gekrönt, denn die Hunde die daraus entstanden waren zu aggressiv. Erfolgreicher war dagegen Thomas Hall, der den australischen Dingo mit dem Blue Smooth Highland Collie kreuzte. Die Nachkommen dieser Kreuzung wurden später Halls Heeler genannt.
Um die Rasse zu verbessern und zu stärken wurde der Halls Heeler im Lauf der Zeit mit verschiedenen Rassen gekreuzt. Vor allem wurde der Bull Terrier mit eingezüchtet. Das sollte ihm eine zähere Natur verleihen. Die Brüder Harry und Jack Bagust kreuzten diese Entwicklung dann mit Dalmatinern, um den Charakter für einen Begleiter des Menschen sanfter zu züchten. An diesem Punkt nahm die Rasse Australian Cattle Dog Gestalt an.
Der erste Rassestandard wurde im Jahre 1902 von dem Züchter Robert Kaleski festgelegt. An der damaligen Einkreuzung des Dalmatiners liegt es, dass die Welpen des Australien Cattle Dogs weiß geboren werden, ansonsten hat die Rasse jedoch wenig Ähnlichkeiten mit ihren “Blutsverwandten”.


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