Amyloidose

Amyloidose ist ein Zustand, in dem sich eine wachsartige Substanz – welche vor allem aus Protein besteht – in den Organen und dem Gewebe des Hundes ablagert. Diese Substanz wird als Amyloid bezeichnet. Wenn dieser Zustand über einen längeren Zeitraum anhält, kann dies zu einem Organversagen führen. Die Nieren und die Leber sind die am häufigsten betroffen Organe, aber Amyloid Ablagerungen können auch in anderen Organen vorkommen und die Ursache für Amyloidose kann verschiedene Ursachen haben.
Die klinischen Symptome, welche bei Hunden auftreten, hängen in der Regel mit Amyloid-Ablagerungen in den Nieren zusammen. Es wurde bis dato keine genetische Ursache festgestellt, aber familiäre Amyloidose ist bekannt dafür, dass sie beim Shar-Pei, dem Beagle und dem English Foxhound auftritt. Darüber hinaus gibt es einige Hunderassen die zu Amyloidose neigen. Dies sind unter anderem: der Shar-Pei, der Beagle, der Collie, der English Foxhound und der Pointer.

Symptome und Typen
Amyloid kann sich in verschiedenen Organen ablagern, wodurch die Symptome im Zusammenhang mit dem Organ, in dem sich das Amyloid abgelagert hat, variieren. Die Symptome werden auch durch die Menge an Amyloid und durch die Reaktion des Organs, im Bezug zu der Amyloidablagerung, variieren. Bei Hunden sind die Nieren die am häufigsten betroffenen Organe. Beim Shar-Pei ist jedoch auch öfter die Leber betroffen. Im Folgenden sind einige der Symptome, die bei Hunden mit Amyloidose auftreten, erläutert:

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  • Appetitmangel
  • Schwäche
  • Lethargie
  • Vermehrter Durst und Harndrang
  • Gewichtsverlust
  • Erbrechen
  • Durchfall (gelegentlich)
  • Aszites (Flüssigkeitsansammlung im Bauch)
  • Ödeme an verschiedenen Körperstellen, vor allem an den Gliedmaßen
  • Fieber
  • Gelenkschwellung
  • Dehydration
  • Gelbsucht (wenn die Leber betroffen ist)

Ursachen

  • Chronische Infektionen
  • Chronische Entzündungen
  • Parasitäre Infektionen
  • Immunvermittelte Erkrankungen
  • Systemischer Lupus erythematodes (SLE)
  • Neoplasie (Tumor)

Es gibt vier verschiedene Arten der Amyloidose. Die Primäre Amyloidose (welche keine Assoziation zu anderen Grunderkrankungen hat), die Familiäre Amyloidose (tritt selten in Kombination mit vererbten Erkrankungen auf), die Sekundäre Amyloidose (ist am häufigsten und tritt ausschließlich bei anderen Grunderkrankungen auf )und die Altersamyloidose (diese tritt häufig im Alter auf, ohne zugrundeliegende Erkrankung).

Diagnose
Die Symptome der Amyloidose sind oft unspezifisch. Aus diesem Grund wird die Diagnose oft erst in einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium gestellt. Ihr Tierarzt benötigt eine gründliche Gesundheitsgeschichte Ihres Hundes und den Zeitpunkt des Einsetzens der Symptome. Ihr Tierarzt wird eine ausführliche körperliche Untersuchung durchzuführen, einschließlich einem chemischen Blutprofil und einer Urinanalyse. Diese Tests können Informationen über die Organfunktion bieten und geben wichtige Informationen über Komplikationen, welche aufgrund dieser Krankheit auftreten. Urintests sind wichtig, vor allem wenn die Nieren von Amyloid-Ablagerungen betroffen sind. Ihr Tierarzt wird auch Röntgenbilder anfertigen und eine Ultraschalluntersuchung durchführen, um die Strukturmerkmale der Nieren und der anderen Organe zu bestimmen. Da die genaue Zusammensetzung des Amyloids für die Behandlung bekannt sein muss, muss immer das Gewebe des betroffenen Organs untersucht werden. Für die Untersuchung muss an dem betroffenen Organ eine Biopsie durchgeführt werden (eine Gewebeprobe entnommen werden).

Behandlung
Wenn Ihr Hund eine chronische Nierenerkrankung hat und ein Nierenversagen droht, wird Ihr Tierarzt zur Aufnahme in einer Klinik raten, um die Dehydration zu lösen und den Hund zu stabilisieren. Wenn eine zugrundeliegende Ursache gefunden wurde, wird eine entsprechende Behandlung eingeleitet. Die Patienten denen ein Nierenversagen droht, benötigen eine umfassende medizinische Behandlung über einen längeren Zeitraum. Ihr Tierarzt wird ein Therapieplan für Ihren Hund entwickeln und die Medikamente werden nach der Schwere der Erkrankung und dem Vorhandensein von anderen Krankheiten oder Komplikationen verschreiben.

Leben mit Amyloidose
Die meisten Hunde können zu normalen Aktivitäten zurückkehren, benötigen aber unter Umständen eine bestimmte Diät. Dies vor allem, wenn die Nieren beteiligt sind. Ohne Rücksprache mit Ihrem Tierarzt sollten Sie Ihrem Hund keinerlei Medikamente verabreichen, da die meisten Medikamente eine normale Nierenfunktion voraussetzen um ausgeschieden werden zu können. Da diese Krankheit familiären Ursprungs sein kann, sollte mit dem betroffenen Tier unter keinen Umständen gezüchtet werden, da die Krankheit an zukünftige Generationen weitergegeben werden kann.


Bildquelle: © Ermolaev Alexandr / Fotolia.com


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